#moritz4all
moritz4all errichtete einen neuen Identifikations- und Begegnungsort im öffentlichen Raum der Neuen Neustadt. Auf einer Brachfläche wurde in von internationalen Künstler:innen angeleiteten Bauworkshops gemeinsam mit Bürger:innen der Begegnungsort Polidrom errichtet. Neben einem Nachbarschaftstisch, einer Bushaltestelle und multifunktionalen Flying Stages entstanden hier auch eine Popup-Galerie sowie sportliche Elemente. In diesem Setting bot das moritz4all-Team regelmäßig niedrigschwellige Workshops an, in denen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft begegnen konnten. Weitere Meilensteine waren das Anbringen eines identifikationsstiftenden Wandgemäldes nach dem Motiv eines Roma-Künstlers und das interkulturelle moritz4all-Festival.
- Hier findest du eine Dokumentation der Arbeit auf dem Polidrom und am Wandgemälde auf Englisch.

- Was haben wir gemacht?
1. Juni 2023
Next Stop POLIDROM – Eine Meile Seil – Eine Kunstaktion zum Mitmachen für Alle
Stellt euch eine Wiese vor – eine Wiese für alle. Was möchtet ihr dort erleben? Was soll dort entstehen? Was könnten auch andere Menschen spannend finden? Eure Ideen finden einen Platz auf genau dieser Wiese, verbunden über eine Meile Seil mit den Ideen Anderer.
13. Juli – 10. August 2023 - Sommerferien 2023 auf dem POLIDROM
13.07. Open-Air-Workshop: Musik & Rhythmus
20.07. Open-Air-Workshop: Upcycling
25.07. Kiezkino– Open-Air-Überraschungsfilm
08.08. Kiezkino – Open-Air-Überraschungsfilm
10.08. Open-Air-Workshop: Origami
24. –26. August 2023 - POLIDROM in the making – Workshop and events
Gemeinsam mit euch beginnen wir, die Brache in einenGemeinschaftsort zu verwandeln.
24.–26.8. CHILL AND DRILL - Bau-Workshop
24.8. AMARO FILMOS - Film & Gespräch
25.8. AUF DER SUCHE NACH ELDORADO - Diashow & Erzählungen
26.8. POLIDROM DISCO - Musik & Grillen
16.September 2023 - World Clean Up Day and Barbecue
Gemeinschaftsaktion für einen müllfreien Kiez mit anschließendem Zusammensein auf dem Polidrom.
26.11. & 03.12.23 sowie 14.01.; 21.01. & 28.01.24- Empowerment-Workshop für Roma und Sinti
mit Estera Iordan & Gabrijela Zekić. Entstanden sind zwei Podcast-Folgen über das aktuelle Lebensgefühl junger Roma und Sinti, welche hier nachzuhören sind.
23. & 24. März 2024 - POLIDROM #frühlingsfrisch
Frühlingsfrisch geht’s neu ans Werk! Packt mit an, erweckt das POLIDROM aus dem Winterschlaf und macht ihn zu eurem Ort für spannende Begegnungen und Austausche sowie gemeinschaftliche Erlebnisse.
20.-25. Mai 2024 - moritz4all meets Bande24 (im Schauspielhaus)
„Wir übernehmen!“ So lautet die Ansage der BANDE24 am Schauspielhaus. Und wir sind als künstlerisches Labor gemeinsam mit Julia Ammevom Kollektiv missing dots mitten drin!
05. Juni 2024 - POLIDROM #KinderKulturTage-Mobil
Das KiKuTa-Mobil rollt wieder durch unsere Stadt und hält am 5. Juni auf dem POLIDROM. Gemeinsam mit dem KollektivPlusX und dem KJH Knast, der FIT-Ausbildungsakademie, der Grünen Oase e.V., dem Hort Abenteuerwelt und weiteren Spielgefährt:innen des KinderKulturTage-Netzwerkes entsteht so ein einmaliger Mini-Spielplatz unter dem Motto „BegegnungsSpielPlatz“.
24. Juni – 30. Juni 2024 - moritz4all #dasWandgemälde
In der Neuen Neustadt entstand ein Wandgemälde. Das Ausgangsmotiv für das Wandgemälde in Sichtweite des POLIDROMS entstammt einer Zeichnung von Damian Le Bas (1963 – 2017, UK), der als einer der führenden Künstler der zeitgenössischen Kunstszene der Travellers und Roma gilt. Seine Kunst und die Botschaften, die sie vermittelt, waren Teil seines gesellschaftlichen Engagements, mit dem er in ganz Europa jahrzehntelang präsent und prägend war. Wolken, in die er oft auch Gesichter einzeichnete, sind eines der häufig wiederkehrenden Symbole im Werk von Le Bas. Mit seinen Zeichnungen, in denen die dunkle Silhouette einer Figur mit Hut immer wieder wie ein Schatten erscheint, übersäte er Landkarten, Collagen, Globen und andere Objekte.
Für die Umsetzung konnte der Künstler Christoph Ackermann gewonnen werden, der bekannt für Street-Art in Magdeburg ist. Der untere Bereich der Fassade wurde am 25. Juni gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus der Nachbarschaft gestaltet.
24. Juni– 03. August 2024 - POLIDROM #Sommerferien & Open-Air-Workshops
In den Sommerferien haben wir jeden Dienstag eine:n Akteur:in aus der Neuen Neustadt zu Besuch und mit im Gepäck ist eine besondere Ferienaktion.
02. Juli Schnupperkurs mit Shotokan Karate Dojo „Kaku“ Magdeburg e.V.
09. Juli Bierzeltgarniturklettern mit der BlocSchmiede
30. Juli I Bild-Kunst-Workshop mit der Villa Wertvoll
22. & 23. August 2024 - POLIDROM #weiterwerkeln
Kunst- & Bauaktionen mit ZIP group, Rena Rädle &Vladan Jeremic, der FIT-Ausbildungsakademie und weiteren Künstler:innen.
24. August 2024 – Einweihung des Wandgemäldes
Zur Einweihung des Wandgemäldes hatten wir die renommierte Künstlerin Delaine De Bas zu Gast, welche extra für die Neue Neustadt einen Text verfasste und vortrug. Hier geht’s zum Text.
25.-26. Oktober 2024 - moritz4all#dasfestival
Das Programm findet ihr hier.
07. – 10. April 2025 - POLIDROM #frühlingsfrisch.in.die.Osterferien
Kunst- und Bauaktionen auf dem POLIDROM.
13. Mai 2025 - Neustadt.Raum –Ein Kick-Off-Workshop
08. - 29. Juni 2025 - POLIDROM #Sommerferien & Open-Air-Workshops
08. Juli Ikuga am Werk & Fußball-Action mit Steven vom Moritzhof
15. Juli Ikuga am Werk & Bildkunst-Workshop mit Gianni
22. Juli Ikuga am Werk & Bierzeltgarniturklettern mit der BlocSchmiede
29. Juli Ikuga am Werk & Bildkunst-Open-Air-Workshop mit Lilia vom Moritzhof
30. Juni – 4. Juli 2025 - #Tabula.Rasa – Ein Schattentheater-Experiment in Neustadt
Kooperation mit dem Puppentheater Magdeburg
7. Juli – 11. Juli 2025 - #Tabula.Rasa – Ein Schattentheater-Experiment in Buckau
Kooperation mit dem Puppentheater Magdeburg
15. Juli 2025 - POLIDROM #U.Art-Galerie
Bauaktion mit dem KollektivPlusX und Bildkunst-Workshop
25. – 30. August 2025 - moritz4all #dasfestival_2.0
Seit 2023 schafft unser Projekt im Neustadt-Kiez Begegnung, Kreativität und Gemeinschaft. Aus einer brachliegenden Fläche wurde das lebendige POLIDROM. Jetzt neigt sich das Projekt dem Ende – der perfekte Zeitpunkt, um auf die verschiedenen Etappen, Aktionen und künstlerischen Diskurse zurückzublicken und sie zusammen mit der Vielfalt des Kiezes zufeiern. Mit #dasfestival_2.0 laden wir euch herzlich ein, dabei zu sein und auf den letzten Metern eure Spuren zu hinterlassen. Das Programm findet ihr hier.
5. November 2025 - MEET MEAT THE POLIDROM – Ausstellungseröffnung mit Live-Musik
Drei Jahre im Stadtteilraum, in Kunst, in Aktionen, in Debatten und in Verbindungen begegnen wir uns – in Fotos, in Filmen, in Gesprächen und in Interaktion – gerahmt von Live-Musik und offenen Fragen: WAS, WENN UNSERE STÄDTE RÄUME DER TEILHABE BERGEN? Mit der interaktiven Ausstellung verabschiedet dassoziokulturelle Projekt #moritz4all des Moritzhofs.
29. November – 20. Dezember 2025 - Advents-Werkstatt – Kreative Begegnung-Workshops für alle Generationen
29. November adventliche Dekorations-Werkstatt (mit der Künstlerin MANA)
06. Dezember Kreativwelten im Advent (mit der Künstlerin SANDRA EICHLER)
13. Dezember winterliche Seifen-Werkstatt (mit dem IKUGA)
20. Dezember weihnachtliche Ton-Werkstatt (mit der Künstlerin PARASTOO MAHOORI)

- Wer war dabei?
Projektkoordination: Juliane Barz
Künstlerische Leitung: Rena Rädle & Vladan Jeremić
… haben #moritz4all konzipiert und begleitet. Das Künstlerduo lebt in Berlin und Belgrad und arbeitet seit 2002 an der Schnittstelle zwischen Kunst und Bildung. Ihre Werke entstehen als künstlerische Forschungen zu sozialen und politischen Themen, die sie in Zeichnungen, Installationen, öffentliche Aktionen und interdisziplinäre Projekte umsetzen.
Bauen und Kunst im öffentlichen Raum: ZIP group
… wurde 2009 in Krasnodar gegründet und besteht aus Evgeny Rimkevich, Vasily Subbotin und Stepan Subbotin. Die Künstler:innen leben derzeit in Berlin und Jerewan. In ihren Arbeiten setzen sie sich mit Themen wie Arbeit, Gemeinschaft und Selbstorganisation auseinander und verwandeln ihre Installationen in utopische Räume für Arbeit, Ruhe und Interaktion. Die Gruppe war an der Gründung des Krasnodarer Instituts für zeitgenössische Kunst (KICA) und des Krasnodarer Zentrums für zeitgenössische Kunst "Tipografija” beteiligt.
Bauen und Kunst im öffentlichen Raum: KollektivPlusX
… ist ein Kollektiv aus Leipzig und Halle. Mit urbanen Interventionen, die den öffentlichen Raum als Bühne begreifen, stehen sie für eine lebendige Stadtkultur ein. Sie finden sich für jedes Projekt neu zusammen, forcieren Kooperationen und setzen auf eine größtmögliche Teilhabe in der Projektumsetzung.
Wandgemälde: Damian und Delaine Le Bas
Die Kunst von Damian Le Bas (1961 – 2017, UK) wurde anfangs oft im Kontext von „art brut“ („Außenseiter-Kunst”) ausgestellt. Aus der Erfahrung, von der Umgebung als Außenseiter wahrgenommen zu werden, lehnte er es ab, Menschen in Kategorien zu pressen. Mit seiner Frau, der Künstlerin Delaine Le Bas, engagierte er sich in ganz Europa für die Rechte der Roma und anderer von der Mehrheitsgesellschaft ausgegrenzter Menschen. In seiner Kunst benutzte er oft vorgefundene Landkarten, die er mit Symbolen, Gesichtern, großen Augen mit langen Wimpern, Silhouetten von Menschen und Wohnwägen der englischen Travellers übermalte. Die Karten zeigen die politischen Grenzen von Ländern, die er dadurch unkenntlich macht. Auf seinen Karten entfaltet er das für die Allgemeinheit verborgene „Land der Gypsies“, das ein Ort der Menschlichkeit, Freiheit und Vielfältigkeit ist. Mit Delaine Le Bas entwickelte er langfristige künstlerische Projekte wie „Safe European Home?“ und „Gypsy Revolution“, die u.a. auf der documenta fifteen, der Venedig Biennale, in Wien, Kopenhagen, Dublin, Malmö, Essex, Thessaloniki, Berlin und London gezeigt wurden.
Wandgemälde: Christoph Ackermann
Die vorrangige Ausdrucksform von Christoph Ackermann (1979, Magdeburg) ist die Graffitikunst, die als Einfluss in seinem jahrzehntelangem Schaffen auch in seiner Malerei, Grafik, Kalligraphie und Fotografie sichtbar wird. Ackermann ist einer der Mitbegründer der Ateliergemeinschaft „Q“ im Q.Hof im Magdeburger Stadtteil Buckau. 2023 erhielt er den Preis der Kunststiftung Sachsen-Anhalt.
Fotografie: Nihad Nino Pušija
„Das Kunstwerk ist abgeschlossen,wenn sich mein Aufenthaltsort ändert“, sagt Fotograf Nihad Nino Pušija, der 1965 in Sarajevo geboren wurde und seit 30 Jahren in Berlin lebt. Hier wie dort ist er akribischer Beobachter und Chronist mit den Mitteln der Fotografie – genauer: der Porträtfotografie. Die Gesichter, die er zeigt, sind Projektionen von Ereignissen: von Erfahrungen des Kriegs, der Migration, des Abgeschobenseins, aber immer wieder auch des alltäglichen Lebens. Seit 1994 arbeitet Pušija am Zyklus „Roma in Europa“. Es entstanden Bildserien aus Roma-Familien in Berlin, aber auch von Begegnungen in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien – Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Montenegro und Kosovo. Mit seinem Werk war Pušija Teil des 1. und 2. Roma-Pavillons auf der Biennale Arte in Venedig in den Jahren 2007 und 2011.














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