Verflucht normal
Thu
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28
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May
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19:30

Dass ein unkontrollierbares „Problemkind“ mal mit dem Orden des British Empire ausgezeichnet
werden würde, damit hätte wohl niemand gerechnet, am allerwenigsten John Davidson selbst. In den
frühen 1980er Jahren wächst John in einer schottischen Kleinstadt auf, als er im Alter von 12 Jahren
beginnt unter heftigen Nerventicks zu leiden. Mit dem Ausbruch einer erst Jahre später als Tourette-
Syndrom diagnostizierten Erkrankung wird sein Leben zu einem endlosen Spießrutenlauf. Weder in
der Schule noch Zuhause werden seine Ticks und spontan ausgestoßenen Flüche als Symptome
gesehen, sondern er wird ermahnt, gehänselt und sogar bestraft. Fast 15 Jahre später lebt John mit
Mitte 20 noch bei seiner Mutter. Er nimmt so starke Medikamente, dass ihm die Nebenwirkungen fast
jeden Lebensmut rauben. Die zufällige Begegnung mit seinem Schulfreund Murray und dessen Mutter
Dottie bringt endlich eine Wendung. Dottie ist Krankenschwester und akzeptiert John, wie er ist. Sie
nimmt ihn in ihrer Familie auf und findet sogar einen Job für ihn als Assistent des Gemeindezentrum-
Hausmeisters Tommy. Ein aberwitziges Vorstellungsgespräch, bei dem Tommy wie kein anderer auf
Johns Ticks und Flüche reagiert, legt den Grundstein für eine innige Freundschaft zwischen den
beiden. Und langsam findet John den Mut und die Zuversicht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen
und erkennt, wie wertvoll seine Erfahrungen auch für andere sind.
